Skip to main content Skip to page footer

Pflege, die bewegt: Aktiv bleiben im Alter

Vortrag in der Fachklinik Pfarrkirchen zeigt, wie aktivierende Pflege Selbstständigkeit erhält

Aktivierende Pflege in der Altersmedizin – was ist das? heißt das Thema des Vortrages von Hildegard Mühldorfer, Stationsleitung der Geriatrischen Rehabilitation am Fachrankenhaus Pfarrkirchen.

Im Rahmen der Vortragsreihe der Rottal-Inn Kliniken findet am Mittwoch, 26. November 2025, um 16 Uhr in der Fachklinik Pfarrkirchen ein Vortrag zum Thema „Aktivierende Pflege in der Altersmedizin – was ist das?“ statt.

Veranstaltungsort ist das Casino im Untergeschoss der Klinik, der Weg ist ausgeschildert. Referentin ist Hildegard Mühldorfer, Stationsleitung der Geriatrischen Rehabilitation an der Fachklinik Pfarrkirchen. Sie wird erläutern, was unter aktivierender Pflege verstanden wird und welche Bedeutung diese Herangehensweise in der Altersmedizin hat. Der Vortrag richtet sich an Pflegekräfte, Angehörige und Interessierte, die mehr über diese ressourcenorientierte Herangehensweise erfahren möchten. Der Eintritt ist frei.

Bei der aktivierenden Pflege werden pflegerische Tätigkeiten so gestaltet, dass sie die Patientinnen und Patienten aktiv in den Pflegeprozess einbeziehen und ihre verbliebenen Fähigkeiten gezielt fördern. Im Mittelpunkt stehen dabei die Verzahnung von Pflege und Therapie, die Förderung von Mobilität, kognitiven Fähigkeiten und Alltagskompetenzen. Ziel ist es, Funktionsverlusten vorzubeugen und die Teilhabe am Leben so lange wie möglich zu erhalten.

Mühldorfer wird in ihrem Vortrag außerdem auf das Konzept der Aktivierenden Therapeutischen Pflege in der Geriatrie (ATP-G) eingehen. Diese richtet sich an Menschen mit Pflege- und Rehabilitationsbedarf und geht über die reine Grundpflege hinaus. Unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und gesundheitlichen Einschränkungen stehen das Wiedererlangen und Erhalten von Alltagskompetenz im Mittelpunkt.

Drei zentrale Handlungsschwerpunkte – Beziehungsarbeit, Bewegung und Selbstpflege – bilden die Grundlage zur Ermittlung des Pflegebedarfs. Ergänzend werden professionelle geriatrische Assessments wie der Barthel-Index, Schmerzskalen, Kontinenz- und Ernährungsprofile eingesetzt. Ziel ist es, gemeinsam im interdisziplinären Team aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachkräften, Therapeutinnen und Therapeuten sowie dem Sozialdienst individuelle pflegerische Therapieziele zu entwickeln.

„Mit zahlreichen ressourcenfördernden Interventionen kann es gelingen, älteren Patientinnen und Patienten zu helfen, ihre Selbstständigkeit zu erhalten oder wiederzuerlangen“, betont Mühldorfer. „So lässt sich Pflegebedürftigkeit vermeiden oder zumindest deutlich hinauszögern.“

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion unter dem Motto „Wer rastet, der rostet“.