01.11.2019

Wissen kann lebensrettend sein

Im Juni 2019 verstarb die bekannte Schauspielerin Lisa Martinek mit 47 Jahren überraschend während eines Sommerurlaubes. Diagnose: plötzlicher Herztod. Mehr als 70000 Menschen fallen dieser tückischen Erkrankung jedes Jahr in Deutschland völlig unerwartet zum Opfer. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Landshut. Obwohl das Risiko mit zunehmendem Lebensalter steigt, können auch junge, scheinbar gesunde, Menschen betroffen sein. Allen gemeinsam ist, dass sie zuvor ein weitgehendes beschwerdefreies Leben geführt haben.

Genau deshalb möchten Prof. Dr. Christian A. Gleißner, Chefarzt der Kardiologie an den Rottal-Inn-Kliniken Eggenfelden, und seine Oberärzte aufklären: Welche Ursachen hat der plötzliche Herztod? Wer ist gefährdet? Wie erkennt man Vorboten? Was tun im Notfall?

Die koronare Herzkrankheit ist, das haben umfangreiche Studien ergeben, die häufigste zugrundeliegende Erkrankung. Sie wiederum ist verursacht durch Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin). Auch die Genetik und ein ungesunder Lebensstil durch Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Drogenkonsum spielen eine Rolle. Ursachen des plötzlichen Herztods können auch Herzmuskelerkrankungen, seltener Herzklappenerkrankungen sowie angeborene Herzfehler sein.

An vier Abenden bieten die Experten im Rahmen der "Herzwochen 2019" in Eggenfelden, Pfarrkirchen, Simbach und Arnstorf gut verständlich einen Überblick über das Thema. Unterstützt werden sie dabei von der Deutschen Herzstiftung, der AOK sowie vom Bayerischen Roten Kreuz.

Das BRK wird den Zuhörern auch die Möglichkeit geben, die lebensnotwendigen Handgriffe für den Notfall "live" an einer Reanimationspuppe zu trainieren. Gleißner: "Das sind Fähigkeiten, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden können."

DIE TERMINE

Die Veranstaltungen finden in beiden kommenden Wochen statt: am Mittwoch, 6. November, am Klinikum Eggenfelden, am Donnerstag, 7. November am Krankenhaus Pfarrkirchen, am Mittwoch, 13. November in der Psychosomatischen Fachklinik Simbach a. Inn und am Donnerstag, 14. November im Parkwohnstift Arnstorf. Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.



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