20.05.2019

Ein Thema, das kein Tabu sein muss

Es ist ein Thema, über das man nicht gerne spricht: In Deutschland leiden aktuell schätzungsweise 10 Millionen Menschen unter einer Inkontinenz und/oder Genitalsenkung. Doch die moderne Medizin hat heute vielfältige Möglichkeiten, um diese Krankheiten zu heilen oder doch zumindest deutlich zu lindern. Im Rahmen einer großen Informationsveranstaltung am Mittwoch, 22. Mai um 18.30 Uhr im Multifunktionsraum des Eggenfeldener Krankenhauses wollen Experten aus verschiedenen Fachbereichen der Rottal-Inn Kliniken darüber informieren, welche individuellen Möglichkeiten es für betroffen Menschen gibt.

Die Moderation der Veranstaltung „Beckenbodenstörungen und Inkontinenz“ haben Dr. med. Klaus Kienle, Ärztlicher Direktor der Rottal-Inn Kliniken und Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasiven Chirurgie und Dr. med. Jürgen Terhaag, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe übernommen.

„Für viele Patienten sind Beckenbodenfunktionsstörungen mit einer manchmal sogar massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität verbunden“, so Dr. Terhaag. Weil die Inkontinenz häufig immer noch ein Tabuthema darstellt, seien viele betroffene Patienten trotz umfangreicher Therapiemöglichkeiten gar nicht oder nur unzureichend versorgt. „Dabei kann bereits nach Durchführung einer einfachen Basisdiagnostik für viele Patienten ein individuelles Therapiekonzept festgelegt werden“, betont Dr. Klaus Kienle. Im Sinne einer Stufentherapie werde zunächst meist eine krankengymnastische oder medikamentöse Behandlung eingeleitet. „Erst wenn diese nicht zum Erfolg führt, kommen operative, mittlerweile meist minimal-invasive Verfahren zum Einsatz“, betonen Dr. Kienle und Dr. Terhaag. Mit den derzeit zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten könne die Inkontinenz und Genitalsenkung bei fast allen Patienten geheilt oder zumindest gebessert werden.

Für die Besucher der Veranstaltung wurden einige Vorträge vorbereitet. Mit der „Diagnostik und Therapie der Senkungszustände der Frau“ wird sich Dr. med. Carolin Kerschl, Oberärztin der Gynäkologie der Rottal-Inn Kliniken, befassen.

Was tun bei Harninkontinenz? Mit dieser Frage befasst sich Prof. Dr. med. Stefan Corvin von der Belegabteilung für Urologie. Die operative Therapie der Beckenbodenschwäche und Inkontinenz macht Dr. Andras Mravik, Oberarzt der Viszeralchirurgie , zum Thema.

Der Eintritt zur Veranstaltung, die für Frauen und Männer gleichermaßen interessant ist, ist frei, es besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu richten.



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