07.12.2018

Nicht jede Operation ist sinnvoll

Die Rottal-Inn Kliniken haben ein zweites Mal einen "Therapeutentag der Physiotherapeuten" veranstaltet. Das komplexe Thema "Halswirbelsäule und Schulter" lockte mehr als 100 Teilnehmer aus ganz Niederbayern zu dieser Fortbildungsveranstaltung an.

Karl Henger, Leiter und Dozent der der international anerkannten BMT-Akademie für manuelle Therapie, informierte in seinem Vortrag über die Biomechanik der Schulter. Dabei betonte er das Zusammenspiel des gesamten Schultergürtels: "Bereits kleinste Veränderungen im Gelenk können zur Dysfunktion der Schulter führen können", hielt er fest. Deshalb sei beim Therapeuten viel Einfühlungsvermögen gefragt, um Schwachstellen rechtzeitig zu erkennen.

Als weiterer Referent stellte der Chefarzt der Unfallchirurgie am Krankenhaus Eggenfelden, Prof. Dr. Marc Wick, die Trends der Schulteroperationen in der Unfallchirurgie und Orthopädie vor. Er gab Hinweise zu Nachbehandlungen und Belastungsfähigkeiten der jeweiligen operativen Eingriffe. Wichtig sei hier auch die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Patienten, Arzt und Behandler, sagte er.

Über bewegungserhaltende Wirbelsäulenchirurgie an der Halswirbelsäule informierte Neurochirurg Dr. Christian Hein. Er erläuterte, wann es Sinn bzw. keinen Sinn macht, eine Bandscheiben-Endoprothetik an der Wirbelsäule einzubauen. "Nicht jede Operation macht hier Sinn und kann die in sie gesetzten Erwartungen dann auch erfüllen", so der Mediziner, der auch empfahl, die konservativen Behandlungsmöglichkeiten zunächst auszuschöpfen.

Im zweiten Abschnitt des Therapeutentages wurde das "Thoracic outlet-Syndrom" besprochen. Dabei werden an einer Rippe Nerven und Gefäße eingeengt. Aufgrund der vielschichtigen Krankheitszeichen sei es schwierig, bei diesem Syndrom zu einem Befund zu kommen, hieß es. Es wurden praktische Tests zur Findung dieser peripheren Nervenkompression gezeigt.

Im letzten Vortrag wurden die weitgreifenden osteopathischen Verbindungen zur Schulter veranschaulicht. Alexander Meier, Leitender Physiotherapeut der Rottal-Inn-Kliniken, beschrieb die verschiedenen Ursachen für Schmerzen und Beschwerden und geeignete Behandlungsmöglichkeiten aus ganzheitlicher Sicht. "Die Teilnehmer konnten bei dieser Veranstaltung neue Informationen sammeln und sicher auch vorhandenes Wissen wieder aufzufrischen", betonte Meier. Ziel der Rottal-Inn Kliniken sei der Aufbau eines Therapeuten-Netzwerkes. Dies komme letztlich den Patienten zugute.



zurück
Pressemeldungen
Qualität
Zertifiziert nach

DIN EN ISO 9001 : 2015

Rottal-Inn Kliniken • Eggenfelden

Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Regensburg