18.09.2020

„Ihr seid das Herz unserer Kliniken“

„Leider können nicht alle da sein, aber alle waren uns wichtig“: mit diesen Worten brachte der Leiter der Berufsfachschule für Krankenpflege der Rottal-Inn Kliniken, Georg Muselmann, sein Bedauern darüber zum Ausdruck, dass wegen der strengen durch die Coronakrise gegebenen Vorgaben nicht alle Absolventen der Schule zu einer gemeinsamen Abschlussfeier mit Zeugnisübergabe eingeladen werden konnten.

So waren es, gewissermaßen stellvertretend für alle Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs, die mit einem Staatspreis ausgezeichneten besten Absolventen und dazu noch Schüler, die bereits während der Ausbildung intensiv in der Pflege von Corona-Patienten eingesetzt waren.

„Wir sind stolz auf euch, wir sind aber auch stolz darauf, dass wir auch in einer nicht leichten Zeit unserem beruflichen Nachwuchs eine sehr gute und fundierte Ausbildung anbieten konnten“, erklärte Georg Muselmann.

Landrat Michael Fahmüller hatte es sich nicht nehmen lassen, selbst zur Feierstunde zu kommen. Auch er bedauerte sehr, dass er nicht, so wie in „normalen“ Jahren, alle Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse überreichen könne. Aber die Pflege habe in den letzten Monaten enorme Herausforderungen erlebt, die man sich vor der massiven Ausbreitung der Coronakrise nicht habe vorstellen können. Aber es habe sich auch gezeigt, wie wichtig ein stabiles Gesundheitssystem und eine gut ausgebaute Krankenhauslandschaft sind. Doch mit Gebäuden und Technik sei es nicht getan, wichtig, so der Landrat, seien die Menschen, die in den Krankenhäusern arbeiten: „Ihr seid das Herz der Kliniken“, wandte er sich direkt an die Absolventen. Die Ausbildung des Berufsnachwuchses sei ihm ein großes Anliegen, er freue sich deshalb, dass für mehr als zwei Millionen Euro eine neue Pflegefachschule direkt am Krankenhaus errichtet werden könne. Für ihren Lerneifer und nicht zuletzt für die Entscheidung, einen Beruf in der Pflege zu wählen, sprach Michael Fahmüller den Absolventinnen und Absolventen Respekt und Anerkennung aus, riet ihnen aber auch: „Bleiben Sie neugierig, es geht jetzt erst richtig los mit dem Weiterlernen“.

Pflegedirektorin Carola Heikaus war voll des Lobes über den Abschlussjahrgang: „Ihr habt es geschafft, Ihr habt leider auch die Pandemie als große berufliche Erfahrung mitnehmen müssen – das war sehr anstrengend, aber ihr seid für uns eine tolle Unterstützung gewesen“. Sie dankte auch Landrat Michael Fahmüller und den zuständigen Gremien für „schnelles Handeln und konsequentes Entscheiden“ in der Krise, es sei auch für das Klinikpersonal sehr wichtig gewesen, sich auf die politischen Entscheider vor Ort verlassen zu können. Carola Heikaus gab bekannt, dass 27 Absolventinnen und Absolventen in den Rottal-Inn Kliniken einen Arbeitslatz gefunden haben, „wir freuen uns riesig über jede und jeden von euch“.

Der stellvertretende pflegerische Leiter der Anästhesie am Klinikum Eggenfelden, Richard Fuchshuber, bedankte sich ganz ausdrücklich bei den Auszubildenden, die auf der Corona- Intensivstation sogar 12-Stunden-Schichten absolvierten. Für sie gab es eine eigene Auszeichnung, verbunden mit der Bitte, der Intensivstation auch in Zukunft die Treue zu halten.

Kliniken-Vorstand Gerhard Schlegl fand sehr persönliche Worte für die Absolventen und richtete sie an „die, die heute hier sind und auch an alle, die wegen der Corona-Einschränkungen nicht hier sein können“. Er sei, so der Klinik-Vorstand, sehr stolz auf die jungen Leute: „Sie alle sind ein wunderbares Aushängeschild für die Rottal-Inn Kliniken“, brachte er seine Überzeugung auf den Punkt. Er wünschte den Absolventinnen und Absolventen viel Erfolg und „lebenslange Freude am Beruf und an der Arbeit“, vor allem aber: „Bleiben Sie gesund und bleiben Sie, wie Sie sind.“



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Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Regensburg