16.09.2020

Grandseigneur und Team-Spieler

Im Rahmen einer Feierstunde wurde der langjährige Chefarzt der Inneren Medizin der Rottal-Inn Kliniken am Krankenhaus Eggenfelden, Dr. med. Uwe Schulten- Baumer, in den Ruhestand verabschiedet. Der Mediziner war seit 1994 am Klinikum in Eggenfelden tätig.

„Wir hätten Sie gerne in einer großen Runde mit einer schönen Feier verabschiedet, aber die aktuelle Situation rund um die Corona-Pandemie hat diese Möglichkeit nicht zugelassen“, betonte Vorstand Bernd Hirtreiter von den Rottal-Inn Kliniken. Dies sei umso bedauerlicher, weil Dr. Uwe Schulten-Baumer sich um die Kliniken und vor allem um die Patientinnen und Patienten große Verdienste erworben habe. „Für Sie sind immer die Menschen mit ihren Sorgen und Krankheiten im Mittelpunkt gestanden“, so Hirtreiter.

Der Klinikvorstand hob auch die beachtliche Außenwirkung der Arbeit des scheidenden Chefarztes hervor: „Dr. Uwe Schulten-Baumer hat den guten Ruf der Inneren Medizin an der Eggenfeldener Klinik, der heute weit über die Grenzen des Landkreises hinausreicht, ganz maßgeblich mit geprägt“, so Hirtreiter, der den Mediziner als „Grandseigneur“ der Chefärzte bezeichnete. Schulten-Baumer sei immer auch ein „Team-Spieler“ gewesen, so Hirtreiter, der vor allem auch auf ein „besonderes Team“ des scheidenden Chefarztes verwies: die Oberärztinnen Jacqueline-Madeleine Kupfer, Dr. Janine Reinecke und Dr. Nikolett Appl und vor allem auch seine Ehefrau Dr. Cornelia Schulten-Baumer seien der Beleg dafür, dass „hinter einem starken Mann durchaus auch einmal mehrere starke Frauen stehen können“, so der Klinik-Vorstand, der Cornelia Schulten-Baumer einen großen Blumenstrauß mitgebracht hatte.

Landrat Michael Fahmüller merkte schmunzelnd an, dass Schulten-Baumer der bislang einzige Chefarzt der Rottal-Inn Kliniken sei, dem eine eigene Seite bei Wikipedia gewidmet ist – allerdings gilt diese in erster Linie seinen sportlichen Erfolgen als Dressurreiter: 1978 war Dr. Uwe Schulten-Baumer mit der Mannschaft Weltmeister und erreichte den 2. Platz in der Einzelwertung, insgesamt war er sechs Mal Europameister, seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1980 war bereits sicher, doch dann kam der Boykott der Spiele. Zugunsten der Medizin zog sich Uwe Schulten-Baumer dann aus dem Reitsport zurück.

Als Chefarzt in Eggenfelden habe Schulten-Baumer, so Landrat Fahmüller, mit seinem großen Wissen und Können die Innere Medizin „auf neue Füße gestellt“ und damit ein Niveau erreicht, dass es an vergleichbaren Kliniken in ähnlicher Größe nicht gab. Gastroenterologie, Diabetologie, der Aufbau einer Stroke-Unit für die schnelle und bestmögliche Behandlung von Schlaganfällen und nicht zuletzt auch die Palliativmedizin hätten zu den „großen Fußspuren“ beigetragen, die der scheidende Chefarzt hinterlasse und auf die auch sein Nachfolger, Dr. med. Frank Scheerer, aufbauen könne.

Dr. med. Schulten Baumer, dessen Arbeit auch von Chefarzt Dr. Klaus Kienle als ärztlichem Direktor der Rottal-Inn Kliniken mit herzlichen Worten gewürdigt wurde, bedankte sich für das große Lob mit einem schlichten Satz: „Es war mir eine Ehre, für die Rottal-Inn Kliniken, für den Landkreis Rottal-Inn und für die Menschen hier arbeiten zu dürfen“. Er werde die Zeit in sehr guter Erinnerung behalten und den Kliniken sicher noch lange verbunden bleiben.



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Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Regensburg