15.04.2020

Trotz Corona: Krankenhilfe als Traumberuf

Als Krankenschwester ist Jasmin Fakih eine der Heldinnen und Helden der Krise, die den Laden wortwörtlich am Laufen halten und den Menschen Normalität vermitteln in einer Zeit, in der der Alltag von Corona beherrscht wird. Die Arbeit als Fachkraft für Krankenpflege in den Rottal-Inn-Kliniken in Eggenfelden war immer schon der Traumberuf – und ist es auch jetzt noch. Im Gespräch erzählt die 31-Jährige, wie das Corona-Virus ihre Arbeit auf den Kopf gestellt hat:

Für Jasmin Fakih war die Arbeit als Fachkraft für Krankenpflege immer schon der Traumberuf: "Mir hat es immer Freude gemacht, anderen Menschen helfen zu können, das ist auch jetzt so, auch wenn die Situation, in der wir uns zur Zeit befinden, schon sehr außergewöhnlich ist", sagt die 31-Jährige, die am Klinikum in Eggenfelden schon seit ihrer Ausbildung in der Krankenpflege arbeitet. Einiges hat sie schon erlebt in dieser Zeit, aber so etwas wie die Corona-Epidemie war noch nie zu bewältigen: "Das Corona-Virus hat unsere Arbeit schon auf den Kopf gestellt, so etwas war noch nie da und ich hoffe doch sehr, dass so etwas auch nicht mehr passiert", sagt Jasmin Fakih.

Es ist gar nicht so leicht, mit ihr derzeit außerhalb der Arbeitszeit ein Gespräch zu führen. Denn gearbeitet wird in den Kliniken derzeit in Zwölf-Stunden-Schichten, "damit wird sichergestellt, dass immer ausreichend Personal zur Verfügung steht, damit die Zahl der Kontaktpersonen im Rahmen bleibt", erklärt die Krankenschwester. Von 6 Uhr bis 18.30 Uhr oder von 18.30 Uhr bis sechs Uhr, das ist eine lange Zeit, aber dass die Arbeit auch anstrengend ist, das bemerken die Pflegefachkräfte meist erst am Ende der Schicht, während der Dienstzeit ist zu viel zu tun, um an so etwas zu denken.

"Anfang März ging das richtig los, da kamen immer mehr Patienten mit den Symptomen des Corona-Virus, manche waren nicht so schwer erkrankt, andere waren schon sehr heftig betroffen", berichtet Jasmin Fakih. In den Kliniken wurde schnell reagiert: "Wir schützen uns mit Masken und weiterer Schutzausrüstung und halten alle Hygienemaßnahmen peinlich genau ein – das ist im Interesse der Patienten, dient aber auch unserer eigenen Sicherheit", so erklärt die erfahrene Pflegefachkraft.

In der Ausbildung waren Infektionskrankheiten und Hygiene ein Thema, die üblichen Maßnahmen wie beispielsweise die Händedesinfektion vor und nach Patientenkontakten – das ist für die Pflegekräfte ganz einfach eine Selbstverständlichkeit, "das alles macht man immer schon ganz automatisch", sagt Jasmin Fakih. Doch jetzt, zu Corona-Zeiten, spielen sich die Schutzmaßnahmen auf einer ganz anderen Ebene ab: Im Dienst sieht man die Pflegekräfte auf den Corona-Stationen im Eggenfeldener Klinikum nur in der vorgeschriebenen Schutzkleidung, eine Maske deckt Mund und Nase dicht ab, "damit schützen wir die Patienten und auch uns selbst".

Großen Respekt hat die junge Krankenschwester vor den Kolleginnen und Kollegen, die auf der Intensivstation arbeiten: "Da wird jeden Tag eine wirklich große Leistung erbracht." Hervorragende Arbeit machen auch die Kolleginnen und Kollegen, die keine Pflegeausbildung haben und jetzt in diesen Bereichen unterstützen. "Dafür sind wir auf den Stationen sehr dankbar."

Doch nicht nur das Fachwissen der Pflegekräfte ist jetzt gefragt, auch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen ist wichtig. Denn wie in allen Krankenhäusern gibt es auch in den Rottal-Inn-Kliniken ein sehr strenges Besuchsverbot mit äußerst eng begrenzten Ausnahmen.

"Für gar nicht so wenige Patienten ist es sehr schlimm, wenn niemand sie besuchen kann. Manchmal setzen wir uns dann ein bisschen länger zu den Menschen, um sie ein bisschen aufzumuntern und auch um zu zeigen, dass es jemanden gibt, der sich um sie kümmert", berichtet Jasmin Fakih – dafür seien die Patienten meist sehr dankbar, gerade, weil sie in den Isolierzimmern ja sonst keine persönliche Ansprache haben.

Kein Verständnis hat Jasmin Fakih für die Menschen, die sich nicht an die Regeln halten, die es zur Bekämpfung und Eindämmung der Corona-Epidemie gibt: "Wir alle sollten diese Regeln einhalten, weil sie so wichtig sind: Abstand halten, Hände waschen, zu Hause bleiben – das ist jetzt wichtig, auch wenn es manchmal schwerfällt." So könne die Zahl der Infektionen vermindert werden und damit auch die Zahl der Krankenhausaufenthalte.



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