14.03.2020

Besuche bei Patienten massiv eingeschränkt

Zu drastischen Maßnahmen in der Corona-Krise greifen die Rottal-Inn Kliniken jetzt. „Wer medizinische Hilfe in unseren Häusern braucht, bekommt diese nach wie vor. Und zwar jeden Tag rund um die Uhr“, sagt Vorstand Gerhard Schlegl. „Wir wollen niemanden abschrecken und schon gar nicht ärgern, aber wir müssen unsere Patienten und Mitarbeiter schützen.“ Deshalb schränken die Kliniken vor allem den Besucherverkehr ab sofort massiv ein.

Noch gibt es keinen Coronafall im Landkreis, der so schwerwiegend ist, dass der Patient ins Krankenhaus muss. Diesen Vorsprung wolle man nutzen und halten, sagt Schlegl. „Noch können wir agieren und müssen nicht nur reagieren, noch haben wir es selbst in der Hand.“ Und so setzen die Kliniken alles daran, so gut und so lange es geht, den Virus von Patienten und Belegschaft fernzuhalten. „Unsere Mitarbeiter, unsere Ärzte, Schwestern und Pfleger sind es, die durchhalten müssen.“ Schlegl macht deutlich, dass man die Besucherströme, also den Verkehr von außen, reduzieren und kontrollieren müsse. Man hoffe, so den Ball flach halten und Infektionen in den Kliniken verhindern zu können. „Wir schauen nicht von Tag zu Tag, sondern von Stunde zu Stunde“, sagt Schlegl. Alle Chefärzte seien informiert und vorbereitet, es gebe eine Arbeitsgruppe, die zweimal wöchentlich – immer vor und nach dem Wochenende – tagt.

„Wir sind und haben uns vorbereitet, so gut es geht. Mehr kann man nicht tun“, unterstreicht Schlegl. Die jetzt eingeleiteten Schritte seien weitreichend, aber man sei der festen Überzeugung, dass sie notwendig und auch richtig sind.

„Wir bitten wirklich um Verständnis darum.“ So hat der Vorstand in Absprache mit Landrat Michael Fahmüller, der Verwaltungsratsvorsitzender der Rottal-Inn Kliniken ist, für die drei Häuser in Eggenfelden, Pfarrkirchen und Simbach folgende Maßnahmen festgelegt:

  • Sämtliche elektiven Behandlungen, also geplante Operationen, die nicht unbedingt nötig sind, werden verschoben. Notfälle werden selbstverständlich behandelt und auch alle erforderlichen Eingriffe werden vorgenommen.
  • Sämtliche Sprechstunden oder Veranstaltungen in den Kliniken sind abgesagt – von Baby-, Mutter-Kind- und Stilltreffen über Vorträge und Elterninformationstage bis zur Babymesse.
  • Es gilt die große Bitte, Besuche von Patienten weitest möglich einzuschränken und auf das Notwendigste zu beschränken. Wer dennoch jemanden in den Kliniken besuchen will, muss sich vorher anmelden. Die Chefärzte der einzelnen Abteilungen entscheiden dann, ob dies möglich sein wird oder nicht. Vor allem der Besuch von Kindern und älteren Patienten soll weitestgehend ermöglicht werden.
  • Die Eingangstüren der Kliniken sind ab sofort verschlossen. Besucher müssen sich melden. Sie werden vom Pforten- und von medizinischem Personal im Empfang genommen. Stehen sie auf der Liste der „zugelassenen“ Besucher, so wird bei ihnen per Infrarotthermometer die Temperatur gemessen. Hat jemand kein Fieber, darf er ins Krankenhaus.
  • Die Notaufnahme bleibt selbstverständlich offen. Dort läuft der Betrieb wie gewohnt.

Organisiert haben die Rottal-Inn Kliniken die Betreuung der Kinder ihrer Mitarbeiter, nachdem ab sofort Schulen und Kindertagesstätten bis mindestens 20. April geschlossen sind. Im Hawi-Gebäude in Eggenfelden, wo sich die Krankenpflegeschule befindet, werden sich Pflegelehrer um die Mädchen und Buben kümmern, bis es ein Notprogramm an Schulen und in Kindergärten gibt, wie Schlegl sagt. Dass dies möglichst schnell steht, hofft der Vorstand Schlegl, denn: „Wir könnten unsere Pflegelehrer auch sehr gut in den Kliniken brauchen.“

 



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Rottal-Inn Kliniken • Eggenfelden

Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Regensburg