Saubere Hände schützen Patienten
Es ist eine kleine Bewegung, die im Krankenhaus große Wirkung hat: Hände desinfizieren. Was im Alltag der Rottal-Inn Kliniken selbstverständlich zur Routine gehört, stand am Standort Eggenfelden am internationalen Tag der Händehygiene besonders im Mittelpunkt. Das Team der Klinikhygiene nutzte den Aktionstag, um auf anschauliche Weise zu zeigen, warum konsequente Händehygiene eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz von Patientinnen und Patienten ist.
Denn Krankheitserreger sind für das bloße Auge unsichtbar. Genau das macht Hygiene im Klinikalltag so wichtig. Damit dieser Zusammenhang greifbarer wurde, setzten die Verantwortlichen auf praktische Vorführungen statt auf trockene Theorie. Unter anderem wurde mit Farbe gezeigt, wie schnell sich Verunreinigungen über Hände, Arbeitsmaterialien und Oberflächen verbreiten können. Was zunächst spielerisch wirkt, macht sehr deutlich: Schon wenige Handgriffe reichen aus, damit sich Spuren weitertragen. Genauso wichtig ist es deshalb, solche Wege rechtzeitig zu unterbrechen.
„Händehygiene klingt einfach – und genau darin liegt ihre Stärke“, sagte Vorstandssprecher Robert Koch. Sie sei eine Maßnahme, die schnell durchgeführt werden könne, aber im Klinikalltag entscheidend zur Sicherheit beitrage. „Saubere Hände schützen Patientinnen und Patienten, aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb ist es wichtig, dieses Thema immer wieder bewusst in den Blick zu nehmen.“ Neben der anschaulichen Farbdemonstration gab es auch eine Übung aus dem praktischen Klinikalltag. Dabei ging es um hygienisch korrektes Arbeiten an einem Gefäßkatheter. Die einzelnen Arbeitsschritte wurden als Puzzle dargestellt und mussten in die richtige Reihenfolge gebracht werden. So konnten die Mitarbeitenden überprüfen, welche Reihenfolge im Alltag besonders wichtig ist und an welchen Stellen besondere Aufmerksamkeit nötig bleibt.
Das Team der Klinikhygiene war dazu auf den Stationen und in den Funktionsbereichen unterwegs. Im Mittelpunkt standen nicht Belehrung oder Kontrolle, sondern Austausch, Auffrischung und gemeinsames Üben. Fragen konnten direkt geklärt werden, außerdem wurde die richtige Einreibetechnik bei der Händedesinfektion noch einmal praktisch gezeigt.
Robert Koch dankte dem Hygieneteam und allen Mitarbeitenden, die sich an der Aktion beteiligten. Gerade in einer Klinik komme es darauf an, dass viele kleine Schritte zuverlässig ineinandergreifen. „Patientensicherheit entsteht nicht nur durch große medizinische Entscheidungen, sondern auch durch Sorgfalt in den täglichen Abläufen“, betonte Koch. Der Tag der Händehygiene erinnere daran, dass Aufmerksamkeit, Routine und Verantwortungsbewusstsein zusammengehören.
So wurde aus dem Aktionstag ein praxisnaher Blick auf ein Thema, das im Klinikbetrieb jeden Tag zählt. Die Botschaft war einfach, aber wichtig: Wer sich die Hände richtig desinfiziert, hilft mit, Infektionen zu vermeiden und Menschen zu schützen.