Wenn die Bein schwer werden
Schwere Beine, sichtbare Adern, Schwellungen oder Schmerzen: Venenprobleme gehören für viele Menschen zum Alltag. Umso wichtiger ist es, Beschwerden früh ernst zu nehmen und sich rechtzeitig zu informieren. Dazu bietet der Venentag am Samstag, 18. April 2026, von 9 bis 12.30 Uhr in der Rottal-Inn Klinik Eggenfelden eine gute Gelegenheit. Der Eintritt ist frei. Im Foyer und im Multifunktionsraum erwartet die Besucherinnen und Besucher ein informatives Programm mit Vorträgen, Infoständen und praktischen Einblicken in Diagnostik und Behandlung.
Venenerkrankungen gelten seit langem als Volkskrankheit. Bewegungsmangel, langes Sitzen oder Stehen im Beruf, erbliche Veranlagung, Übergewicht oder auch ein insgesamt ungesunder Lebensstil können das Risiko erhöhen. Dabei geht es keineswegs nur um ein kosmetisches Problem. Veränderungen an den Venen können zu ernsthaften Beschwerden und Folgeerkrankungen führen, wenn sie unbehandelt bleiben. Schon deshalb setzen die Rottal-Inn Kliniken auch in diesem Jahr wieder auf Aufklärung und persönliche Beratung.
Besonders bekannt sind Besenreiser und Krampfadern. Besenreiser sind meist feine, oberflächliche, rötlich-bläuliche Äderchen, die oft zunächst vor allem als optisch störend empfunden werden. Krampfadern dagegen sind deutlich erweiterte, knotig hervortretende Venen, bei denen das Blut nicht mehr richtig Richtung Herz transportiert wird. Häufig kommen Schweregefühl in den Beinen, Spannungsgefühle, Schwellungen oder Schmerzen hinzu. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Entzündungen, Hautveränderungen und im schlimmsten Fall sogar zu schlecht heilenden Wunden, dem sogenannten offenen Bein, kommen. Auch Thrombosen zählen zu den ernsten Venenerkrankungen.
Genau über solche Risiken, aber auch über Vorbeugung und moderne Therapien informiert der Venentag in Eggenfelden. Im Foyer stehen Infostände der Ernährungsberatung, der Gefäßchirurgie sowie von Sanitätshäusern bereit. Dort gibt es unter anderem Venenmessungen und praktische Informationen rund um die Versorgung. Besonders anschaulich dürfte auch die Demonstration der Gefäßchirurgie werden, bei der das Veröden gezeigt wird.
Im Multifunktionsraum finden dazu drei Fachvorträge statt. Es startet um 9.15 Uhr der Leitende Therapeut der Rottal-Inn Kliniken, Alexander Meier mit dem Vortrag „Den Venen wieder auf die Beine helfen“. Dabei erklärt er die Grundlagen des Venensystems, den Unterschied zwischen Venen und Arterien und stellt konkrete Maßnahmen und Übungen bei venösen Erkrankungen vor. Dabei kann jeder effektive Übungen für den Alltag erproben. Oberärztin Silvia Glasl startet um 10 Uhr mit dem ersten Teil des Themas „Das dicke Bein - was kann es sein“ und Martina Abaya, Ärztin im MVZ und Fachärztin mit phlebologischem Schwerpunkt, übernimmt um 10.45 Uhr den zweiten Teil dieses Vortrages. „Wissenswertes zur Kompressionstherapie“ erfahren die Zuhörer von einem Orthopädietechniker-Meister um 11.30 Uhr.
Oberärztin Silvia Glasl verweist darauf, dass Venenprobleme oft lange unterschätzt werden, obwohl es heute gute Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung gibt. Gerade deshalb sei es wichtig, auf erste Warnzeichen zu achten und sich frühzeitig untersuchen zu lassen. Viele Untersuchungen seien schonend und aussagekräftig, und auch bei der Therapie habe sich in den vergangenen Jahren viel getan. Das gelte nicht nur für ausgeprägte Krampfadern, sondern auch für andere Beschwerden des venösen Systems. Diese Botschaft dürfte auch beim Venentag im Mittelpunkt stehen: Je früher Probleme erkannt werden, desto besser lässt sich gegensteuern.
Neben medizinischen Fakten geht es am Venentag auch um ganz praktische Fragen des Alltags: Welche Rolle spielt Bewegung? Was bringt Venengymnastik? Welche Bedeutung haben Ernährung, Kompressionsversorgung und gezieltes Training? Und woran merkt man eigentlich, dass aus müden Beinen mehr geworden ist als nur eine vorübergehende Belastung? Wer hier Antworten sucht, dürfte in Eggenfelden auf seine Kosten kommen.
Der Venentag verbindet damit medizinische Information mit konkretem Nutzen für die Besucher. Wer mehr über Besenreiser, Krampfadern, Schwellungen, Thromboserisiken und moderne Behandlungsmöglichkeiten wissen will, findet an diesem Vormittag kompetente Ansprechpartner und viele Anregungen, selbst etwas für die Venengesundheit zu tun. Für viele dürfte das eine gute Gelegenheit sein, nicht nur zuzuhören, sondern auch nachzufragen – und den eigenen Beinen vielleicht rechtzeitig etwas Gutes zu tun.