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Darmkrebsmonat März: Vorsorge kann Leben retten

Telefon-Hotline der Rottal-Inn Kliniken am 3. März

Von li.: Dr. Frank Scheerer, Chefarzt der Inneren Medizin 1, Gastroenterologie und Hepatologie und Dr. Klaus Kienle, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasiven Chirurgie beantworten gerne verständlich die Fragen der Anrufer.

Über den Darm und alles, was damit zusammenhängt, sprechen viele Menschen nur ungern. Themen rund um Verdauung, Darmspiegelung oder mögliche Erkrankungen sind oft mit Scham und Unbehagen verbunden. Doch genau diese Zurückhaltung erschwert es, auf eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen aufmerksam zu machen: die Darmkrebsvorsorge.

Vor 25 Jahren hat die Felix Burda Stiftung deshalb erstmals den „Darmkrebs-Monat März“ ins Leben gerufen – gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Stiftung LebensBlicke und der Gastro-Liga. Inzwischen beteiligen sich zahlreiche Organisationen, Kliniken und Initiativen bundesweit an der Aufklärung. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und möglichst viele Menschen für die Früherkennung zu sensibilisieren.

Denn die Zahlen sind eindeutig: In Deutschland erkrankten im vergangenen Jahr rund 60.000 Menschen neu an Dickdarmkrebs. „Damit ist Darmkrebs hierzulande bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste Tumorerkrankung“, erklärt Dr. Klaus Kienle, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasiven Chirurgie an den Rottal-Inn Kliniken. Das Erkrankungsrisiko steige mit zunehmendem Alter deutlich an. Es gebe jedoch auch Betroffene, bei denen seltene genetische Veränderungen eine Rolle spielen. „Diese Patientinnen und Patienten erkranken häufig bereits in jungen Jahren“, so Kienle. Da solche Genveränderungen vererbbar sein können, seien direkte Verwandte von Darmkrebspatienten überdurchschnittlich häufig betroffen.

Neben diesen ernsten Fakten gibt es aber auch gute Nachrichten: die intensive Aufklärung rund um die Vorsorgemaßnahmen zeigen Wirkung, seit einigen Jahren geht die Zahl der Neuerkrankungen messbar zurück. Fachleute führen dies unter anderem auf die verbesserte Früherkennung zurück. Denn Darmkrebs entsteht meist aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen. Werden diese rechtzeitig entdeckt und entfernt, kann Krebs im Idealfall ganz verhindert werden. „Wird Darmkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen deutlich besser, als wenn er erst in einem späten Stadium diagnostiziert wird“, betont Dr. Frank Scheerer, Chefarzt der Inneren Medizin I – Gastroenterologie und Hepatologie.

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten deshalb ein organisiertes Darmkrebs-Screening an: Männer und Frauen können ab dem 50. Lebensjahr eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen, die nach zehn Jahren wiederholt werden kann. „Es ist wichtig, diese Angebote wahrzunehmen“, unterstreichen Dr. Scheerer und Dr. Kienle. „Die Früherkennung sichert die Chancen auf eine schnelle und erfolgreiche Behandlung – und sie kann vor schwerer Erkrankung schützen oder sogar Leben retten.“

Um Hemmschwellen abzubauen und offene Fragen direkt zu klären, beteiligen sich die Rottal-Inn Kliniken auch in diesem Jahr wieder am Darmkrebsmonat. Am Dienstag, 3. März, bieten Dr. Scheerer und Dr. Kienle von 17.30 bis 18.30 Uhr eine Telefonaktion unter dem Motto „Information am Telefon“ an. Unter den Telefonnummern 08721 983-92338 und 08721 983-92339 beantworten die beiden Chefärzte verständlich und kompetent Fragen rund um Vorsorge, Symptome, Diagnostik und moderne Therapieformen.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Manchmal genügt ein Anruf, um Unsicherheiten auszuräumen – und vielleicht den entscheidenden Schritt in Richtung Vorsorge zu gehen. "Wenn wir dazu beitragen können, dann freuen wir uns schon auf viele Anrufer", so die beiden Mediziner.