21.02.2017

Unentbehrliche Hilfe in schweren Tagen

Unentbehrliche Hilfe in schweren Tagen

MdB Straubinger sieht zunehmenden Bedarf an Palliativmedizin – Station der Rottal-Inn Klinken besucht

 Pfarrkirchen.  „Ich freue mich, dass ich diese ganz besondere Einrichtung heute besuchen kann“, mit diesen Worten begrüßte der Bundestagsabgeordnete Max Straubinger das Team der Palliativstation der Rottal-Inn Kliniken in Pfarrkirchen. Für den Gesundheits- und Sozialpolitiker war es mehr als nur ein Pflichttermin: „Ich habe schon sehr viel Positives über die Arbeit dieser Station gehört, jetzt möchte ich mir selbst ein Bild machen, weil ich weiß, dass die Palliativmedizin in den nächsten Jahren noch mehr an Bedeutung gewinnen wird“, so Straubinger, der zusammen mit Landrat Michael Fahmüller und Klinik-Vorstand Bernd Hirtreiter von der Leitenden Ärztin, Dr. Alexandra Fuchs und Stationsleiter Willi Harreiter durch die Station geführt wurde.

Besonders angetan war Max Straubinger von der Atmosphäre auf der Station und in den Patientenzimmern: „Es ist ganz anders als man es in einem Krankenhaus gewohnt ist, alles läuft sehr ruhig ab, diese Ruhe überträgt sich auf Patienten und Besucher – das ist schon etwas Besonderes“, so der Bundestagsabgeordnete.

Dass man auf den hervorragenden Ruf, den die Palliativstation weit über die Grenzen des Landkreises hinaus genießt, durchaus auch stolz sei, bestätigte Klinik-Vorstand Bernd Hirtreiter, der aber auch deutlich machte: „Eine Palliativstation steht und fällt mit dem Team, das hier arbeitet und wir wissen: unser Palliativ-Team macht eine wirklich gute Arbeit“. Die  Palliativstation habe sich im Laufe der Jahre zu einem der „Aushängeschilder“ der Rottal-Inn Kliniken entwickelt: „Das geht nur, wenn diese gute Arbeit kontinuierlich geleistet wird“, so Hirtreiter.

Die Geschichte der Palliativabteilung der Rottal-Inn Kliniken begann am 1. Januar 1999, als am Standort Eggenfelden eine Palliativ-Einheit mit damals vier Betten ins Leben gerufen wurde. „Damals war das erst die fünfte Palliativstation im Freistaat“, so Stationsleiter Willi Harreiter.  Im Jahr 2007 wurde die Abteilung bereits als separate Abteilung auf 6 Betten erweitert. Im Rahmen struktureller Veränderungen wurde die Palliativstation im Juni 2013 in den Südbau des Krankenhauses Pfarrkirchen verlagert.  Dort wurde sie mit 9 Zimmern eine eigenständige Station. Im Jahr 2015 wurde die Palliativabteilung nach dieser Erweiterung offiziell in den Bayerischen Krankenhausbedarfsplan aufgenommen.

„Der Standort Pfarrkirchen hat sich für die Mitarbeiter, aber insbesondere auch für die Patienten als Glücksgriff erwiesen, denn die räumlichen Voraussetzungen sind optimal“, unterstrich Dr. Fuchs. Sie konnte den Besuchern bestätigen, dass es bei der Belegung keinerlei Probleme gibt: „Die Nachfrage ist meistens deutlich höher als die Zahl unserer Betten“, hielt sie fest. Mittlerweile sei es in der Gesellschaft auch „angekommen“, dass eine Palliativstation keine „Sterbestation“ sei: „Unsere Patienten sind schwerstkranke oder auch unheilbar kranke Menschen. Unser wichtigstes Ziel ist es, diese Menschen so zu behandeln, dass sie wieder in ihr Zuhause zurückgehen können“, erläuterte Willi Harreiter. In den allermeisten Fällen gelinge dies auch. Doch es sei Tatsache, dass die Menschen, die als Patienten das Angebot der Palliativstation nutzen, hier einen Teil ihres letzten Lebensabschnittes verbringen. Der Grundsatz der Palliativmedizin laute nicht ohne Grund: „Wir können dem Leben nicht mehr Tage, aber wir tun alles dafür, um den Tagen mehr Leben zu geben“. Nach einer optimalen Schmerzbehandlung und weitmöglichsten Symptomlinderung könnten mehr als die Hälfte der Patienten wieder nach Hause entlassen werden, aber: „Diejenigen Menschen, für die unsere Abteilung zur letzten Station auf ihrer Lebensreise wird, stehen wir zur Seite, um ihnen das Gefühl von Menschsein bis zum Schluss zu ermöglichen“.

Leitende Ärztin Dr. Fuchs ergänzt, dass die Palliativabteilung einen engen Kontakt zu den anderen Fachabteilungen in den Rottal-Inn Kliniken und vor allem zu den niedergelassenen Haus- und Fachärzten pflege. Die Palliativstation arbeite aber auch hervorragend mit dem nachstationären Pflegebereich zusammen, um so eine optimale Überleitung der Patienten zu ermöglichen. „Hier spielen unsere Mitarbeiter des Sozialdienstes eine große Rolle, um die Patienten gut versorgt entlassen zu können“, so Dr. Fuchs.

Max Straubinger verwies in der Gesprächsrunde, die sich dem Rundgang anschloss, auf den steigenden Bedarf an Palliativmedizin und entsprechenden Angeboten in Kliniken. „Der demograffische Wandel spielt hier eine wichtige Rolle, Menschen werden älter und in hohem Alter kommen dann manchmal sehr schwere Erkrankungen“, hielt er fest. Doch auch für Menschen, die in jüngeren Lebensjahren eine schwere, nicht mehr heilbare Erkrankung bekommen, kann die Palliativstation sehr segensreich ein“, unterstrich Max Straubinger und er versicherte, dass er die Belange der Palliativmedizin in seiner politischen Arbeit auf jeden Fall unterstützen wolle.

Landrat Michael Fahmüller freute sich über diese Aussage: „Wir brauchen dieses Angebot für die Menschen in unserem Landkreis, es ist unverzichtbarer Teil des umfassenden Angebotes, dass wir mit den Rottal-Inn Kliniken in der stationären Patientenversorgung machen“, erklärten Landrat Michael Fahmüller und Klinik-Vorstand Bernd Hirtreiter.



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